Wer möchte virtuelle Welten schaffen?

Stuttgart | 02.08.2017 | Im Digital Content Funding stellt die MFG 160.000 Euro für VR-Projekte bereit
Fahrrad in der Luft Der Traum vom Fliegen – virtuelle Welten lassen ihn wahr werden. (Bild: Pixabay / jhagen)

Der Traum vom Fliegen – mit City Flight VR wird er wahr. Die Virtual-Reality-Simulation koppelt einen konventionellen Radtrainer mit einer VR-Brille. Tritt der Nutzer kräftig in die Pedale, steuert er sein Fluggerät in luftiger Höhe über Ulm oder Stuttgart. Während er seinen Blick über die Sehenswürdigkeiten der virtuellen Stadt schweifen lässt, trainiert er seine Fitness. Ganz nebenbei motiviert ein Punktesystem zu einer sportlichen Tour.

Virtuelle Projekt-Ideen gefragt

Das Projekt zeigt: Virtual Reality ist deswegen so erfolgreich, weil die User Sehnsüchte und Wünsche umsetzen können. Beim Eintauchen in virtuelle Welten entdecken sie ein Stück Freiheit wieder. Die 3D-Simulation der Ulmer Scorpius Forge GmbH förderte die MFG 2016 mit dem Digital Content Funding (DCF). Virtuelle Konzepte sind im DCF ausdrücklich erwünscht. 2017 kann die MFG zusätzlich 160.000 Euro für virtuelle und erweiterte Realitäten zur Verfügung stellen.

Finanziert werden die Sondermittel vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Rahmen der Initiative digital@bw. „Die Entwicklung virtueller Welten bietet großes künstlerisches und wirtschaftliches Potenzial“, sagt Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. „Mit dem VR-Schwerpunkt möchten wir Akteure aus dem Südwesten ermutigen, das Zukunftsthema Virtual Reality mitzugestalten. Es geht nicht nur um eine andere Art der Wahrnehmung, sondern auch um neue Chancen für Medienschaffende, Animationsspezialisten und innovative Start-ups in Baden-Württemberg.“

Bis 31. August bewerben

In welchem Stadium sich das Projekt befindet, ist unerheblich. Entwickler aus dem Südwesten können die Unterstützung für Konzept, Prototyp, Produktion oder Vertrieb beantragen. Je nach Bedarf können die Bewerber sich für eine von zwei Förderlinien entscheiden: DCF.L und DCF.S. Das L in DCF.L steht für „Large“, zweimal im Jahr trifft sich die Jury, um Fördersummen von bis zu 120.000 Euro bewilligen. Dazu gehören Franka Futterlieb, Heiko Gogolin, Dr. Manfred Hattendorf, Kathrin Rauscher und Prof. Carl Bergengruen.

Die nächste Einreichfrist für DCF.L-Projekte endet am 31. August 2017. In der Kategorie DCF.S – „Small“ für kleinere Fördersummen – unterstützt die MFG Projekte mit jeweils bis zu 20.000 Euro. Projekte im DCF.S können laufend ohne Fristen eingereicht werden, die Förderentscheidungen trifft der MFG-Geschäftsführer.

Autorin: Ines Goldberg
Mehr Infos:

Digital Content Funding
Portal digital@bw